Nachruf zum Tod von Herta Richter

Herta Richter ist am 20. März 2013 verstorben

 

Mit Herta Richter ist eine der „großen Frauen“ der Atemarbeit von uns gegangen.

 

Herta Richter studierte Germanistik, Sprachen, Gesang, absolvierte die Ausbildung zur Atemtherapeutin und eine Heilpraktikerausbildung. Sie war eine langjährige Schülerin von Dr. Johannes Ludwig Schmitt ("Atem-Schmitt"), weitere Lehrer waren Cornelis Veening und Volkmar Glaser.

 

1995 gründete sie die AFA-anerkannte Ausbildungsstätte “Atemhaus München, Herta Richter”, die sie bis 2005 leitete. Unermüdlich war sie bestrebt, die vielschichtige Arbeit mit dem Atem in vielen Seminaren und Ausbildungslehrgängen weiter zu geben und weiter zu entwickeln.

 

Zu ihren Veröffentlichungen gehören folgende Bücher:

  • “Atemwelten. Reichert Verlag Wiesbaden, Reihe Forum Zeitpunkt, 2005
  • “Vom Wesen des Atems”. Reichert Verlag Wiesbaden, Reihe Forum Zeitpunkt, 2006
  • Herausgeberin des Buches “Atemheilkunst” von Dr. Johannes Ludwig Schmitt. 10. Aufl. Reichert Verlag Wiesbaden, Reihe Zeitpunkt Musik, 2009

 

In einem Artikel aus dem Jahr 2008 hob Herta Richter hervor, dass es in der Atemtherapie um ein Begegnen geht, das dem Menschen hilft, wieder zu sich zu finden, aus der Gehetztheit in die Gelassenheit, aus der Erschöpfung in die Kraft und aus der Verlassenheit in die Geborgenheit. Aufgabe der Atemarbeit sei es, die inneren Kräfte zum Wirken zu bringen, sich ihnen anzuvertrauen und „unseren Schülern den Weg zu zeigen, wie sie in den Anschluss (an diese Kräfte) kommen können.“ Der Atem ist dabei nicht etwas, das wir trainieren können. „Er verträgt es nicht in Schemata und Konzepte eingespannt zu werden. Er ist das Freieste auf der Welt.“

 

Diese Freiheit nahm sich Herta Richter und entwickelte ihre ganz eigene Arbeit am und mit dem Atem. Atemarbeit sah sie immer als einen kreativen Prozess.

 

Herta Richter ist tot, wir trauern um Sie. Ihre Arbeit lebt weiter in dem von ihr gegründeten „Atemhaus München“.