NL 2012-2 | Frühjahrsmüde? Hinwendung zum Atemgeschehen

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Einige Übungen, die helfen, die Lebensgeister zu wecken:

1) Rollen Sie die Fußsohle auf die Zehen hoch und wieder zurück, bis die Ferse wieder auf den Boden zurück kommt. Lassen Sie den Atem seinen Rhythmus in der Bewegung finden. Sie können die Übung im Sitzen oder Stehen machen. Es entsteht mehr Stabilität, der Atem vertieft sich. Sie haben wieder "Boden unter den Füßen".

2) Eine andere leichte Übung ist das "Becken kreisen". Lassen Sie Ihr Becken im aufrechten Sitzen ohne Anstrengung kreisen. Überlassen Sie sich der Bewegung, bis Sie das Kreisen langsam wieder ausklingen lassen. Ist der Atem lebendiger und vertieft? Ist mehr Gelassenheit entstanden? Spüren Sie mehr Lebenskraft?

3) Hilfreich kann auch die Arbeit mit Widerstand sein. Sie bringt Spannkraft. Tönen Sie ein "F": Sie legen die oberen Schneidezähne an die Unterlippe und lassen das Ausatmen auf "F" wegströmen. Erzeugen Sie keinen Druck auf den Ausatem. Tönen Sie das "F" 4 - 5 mal. Wie nehmen Sie sich wahr?

 

 Newsletter 4 | 06. Apri  2012l

Frühjahrsmüde?

Ab Mitte März bis Ende April verspüren viele Menschen Abgeschlagenheit und Antriebslosigkeit. Die Ursachen für dieses Phänomen sind nicht restlos geklärt. Es ist jedoch eine Tatsache, dass sich im Frühjahr der Hormonhaushalt des Menschen umstellt. Verstärkt werden Endorphine, Testosteron und Östrogene ausgeschüttet.  Dazu gesellt sich die vermehrte Lichteinstrahlung, was zu einer Erhöhung der Serotoninproduktion führt, während die Melatoninproduktion zurück geht. Das alles führt zu einer Belastung des Organismus, der sich erst langsam auf diese Veränderungen einstellt. Symptome sind oft Müdigkeit, Kreislaufschwäche, Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme.

Die Hinwendung zum Atemgeschehen ist eine gute Möglichkeit, sich Erleichterung zu verschaffen. Ein vertiefter Atem bewegt und massiert alle Organe. Der Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid wird verbessert. Der gesamte Stoffwechsel wird angeregt. Das bringt mehr Lebendigkeit und Wohlbefinden.

Einige Anregungen, mit Ihrem Atem in Kontakt zu sein

Dehnen und räkeln Sie sich nach dem Aufwachen im Bett, seufzen Sie genussvoll. Bleiben Sie noch einen Moment liegen und spüren die Wirkung Ihres Dehnens. Sind die Lebensgeister erwacht? Hat sich der Atem vertieft?

Geben Sie sich Raum. Spüren Sie Ihren Atem, wie er kommt und geht. Blasen Sie den Ausatem sanft aus. Vertieft sich jetzt das Einatmen?

Sich Raum für den Kontakt mit dem Atem geben bringt den gesamten Organismus ins Gleichgewicht, das durch die Umstellung von Winter auf Frühjahr etwas gestört ist.
 
Wir wünschen Ihnen schöne und geruhsame Osterfeiertage!

für den Vorstand

 

 

Andreas Radon

 

Buchtipp:


"Atem und Beweung" von Norbert Faller, Theorie und 111 Übungen. 2. Aufl. Springer Verlag

 

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